Häufig gestellte Fragen

In diesem Bereich sind häufig gestellte Fragen mit den entsprechenden Antworten zu verschiendenen Themen für Sie zusammengestellt. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein oder Sie haben weiteren Klärungsbedarf, dann nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf!

Hausanschluss - Trinkwasser und Abwasser

Wie beantrage ich einen neuen Trinkwasser- bzw. einen neuen Abwasserhausanschluss?

Für die Beantragung eines neuen Trinkwasser- und/oder Abwasserhausanschlusses benutzen Sie bitte unser Formular „Antrag auf Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung/an eine öffentliche Abwasseranlage“. Für eine Bearbeitung benötigen wir ein vollständig ausgefülltes Formular sowie die auf der Rückseite aufgeführten Unterlagen.

Sollten Sie eine Änderung für Ihre vorhandene Hausanschlussleitung oder den vorhandenen Schmutzwasseranschlusskanal wünschen, verwenden Sie bitte ebenfalls das genannte Formular.

Sie wollen einen Trinkwasseranschluss legen oder verändern lassen und benötigen einen Installateur? In unserem Installateurverzeichnis finden Sie die bei den Wasserwerken Zwickau eingetragenen Installateure.

Welche Kosten fallen für einen neuen Trinkwasser- bzw. einen neuen Abwasserhausanschluss an?

Die Wasserwerke Zwickau sind berechtigt, vom Anschlussnehmer die Erstattung aller notwendigen Kosten für die Herstellung oder die Änderung eines Trinkwasserhausanschlusses/eines Abwasser-anschlusskanals zu verlangen.  Da die Kosten objekt- und aufwandsbezogen ermittelt werden, erhalten Sie von uns, wenn alle Antragsunterlagen vollständig vorliegen, einen detaillierten Kostenvoranschlag. Zuvor erfolgt in der Regel eine vor Ort Besichtigung durch den zuständigen Mitarbeiter.

Was muss ich beachten, wenn ich einen privaten Brunnen oder eine Regenwassernutzungsanlage betreibe/betreiben möchte?

Eine installationsseitige Rohrverbindung der öffentlichen Trinkwasserversorgung mit privatem Brunnenwasser oder mit gesammeltem Regenwasser ist zum Schutz des Trinkwassers aus hygienischen Gründen nicht statthaft. Für die private Nutzung sind zwingend zwei voneinander hydraulisch getrennte Rohrsysteme zu errichten.

Verwenden Sie eigenes Brunnen- oder Regenwasser, z. B. für die Toilettenspülung, ist die Ableitung des anfallenden Schmutzwassers in eine öffentliche Abwasseranlage der Wasserwerke Zwickau kostenpflichtig. Bitte vereinbaren Sie mit uns einen Beratungstermin, wenn Sie in Ihrer Hausinstallation derartige Systeme nutzen wollen.

Weshalb benötigt man eine Rückstausicherung?

Bei starken Niederschlägen kann es zu Schäden kommen, z. B. überschwemmte Kellerräume, die durch Rückstau von Abwasser aus der öffentlichen Kanalisation entstehen. Nur die rechtzeitige technische Vorsorge durch eine geeignete Installation und Ausrüstung der Grundstücksentwässerungsanlage bietet einen wirksamen Schutz. Unter Rückstausicherung erhalten Sie weitere Informationen.

Wie kann man sich vor Rückstau aus der öffentlichen Kanalisation schützen?

Gegen Rückstau kann man sich nur durch die technische Vorsorge auf dem eigenen Grundstück absichern. Entsprechend der örtlichen Gegebenheiten gibt es unterschiedliche Lösungen.

Entwässerungsgegenstände oberhalb der Rückstauebene

Eine nachhaltige und kostengünstige Lösung ist, dass alle Entwässerungsgegenstände oberhalb der Rückstauebene liegen. Dies spart zusätzliche technische Einrichtungen. Für diese Lösung werden die Entwässerungsleitungen aus dem Wohnbereich an der Kellerdecke druckdicht verlegt. Damit können die negativen Auswirkungen beim Rückstau ausgeschlossen werden. Eine solche Lösung sollte im Neubau prinzipiell vorgesehen werden.

Entwässerungsgegenstände unterhalb der Rückstauebene

Die Entwässerungsgegenstände, die unter der Rückstauebene liegen, werden wie folgt unterschieden:

  • Die Entwässerungsgegenstände im Keller liegen unterhalb der Rückstauebene, aber höher als der Abwasserkanal: Im Normalbetrieb kann im Freigefälle entwässert werden.
  • Die Entwässerungsgegenstände liegen unterhalb der Rückstauebene und unterhalb des Abwasserkanals: Bereits im Normalbetrieb ist ein Abwasserhebewerk notwendig. Eine dem technischen Regelwerk entsprechende, sichere Lösung ist ein Abwasserhebewerk, welches das Abwasser über eine Rückstauschleife abführt.

Unter Rückstausicherung erhalten Sie weitere Informationen.

Wer trägt die Folgen des Rückstaus?

Die Abwassersatzung und die darauf aufbauenden Allgemeinen Entsorgungsbedingungen schreiben ausdrücklich vor, dass für Entwässerungsgegenstände unterhalb der Rückstauebene eine Rückstausicherung vorzusehen ist. Der Einbau einer Rückstausicherung gehört zum Bau und Betrieb von Abwasseranlagen nach den „allgemein anerkannten Regeln der Technik“. Deren Einhaltung wird in § 60 des Wasserhaushaltsgesetzes vorgeschrieben. Wird das nicht beachtet, trifft den Grundstückseigentümer ein Selbstverschulden!

Trinkwasser/Abwasser- bzw. Schmutzwasser allgemein

Was muss ich tun, wenn ich ein Grundstück erworben oder verkauft habe?

Um ordnungsgemäße Vertragsunterlagen für Sie erstellen zu können, benötigen wir Ihre Mitarbeit. Daher sind Sie verpflichtet, uns unverzüglich über geänderte Eigentumsverhältnisse zu informieren. Die Anzeige muss innerhalb von 4 Wochen nach Eintritt der Veränderung bei uns vorliegen. Verträge zu Trinkwasserlieferung bzw. Abwasserbeseitigung schließen wir grundsätzlich nur mit Grundstückseigentümern ab.

Verwenden Sie bitte unser Formular „Eigentümerwechsel“ zur Anzeige. Dieses Dokument ist vollständig durch den alten und den neuen Grundstückseigentümer/Vertragspartner auszufüllen und zu unterzeichnen. Zudem benötigen wir einen Nachweis (Auszug aus Notarvertrag oder Grundbuch, Übergabeprotokoll etc.) in Kopie, anhand dessen der Eigentumswechsel für uns plausibel nachvollziehbar wird.

Sofern Sie als Hausverwaltung oder Betreuer für einen oder mehrere Grundstückseigentümer die Geschäfte im Auftrag führen, benötigen wir zusätzlich eine Vollmacht, dass Sie vom Eigentümer zum Abschluss oder zur Kündigung von Ver- und Entsorgungsverträgen ermächtigt wurden.

Wie setzen sich die Preise zusammen?

Im Bereich Preise finden Sie unser Preisblatt mit allen aktuellen Preisangaben. Unsere Preise gelten einheitlich im gesamten Geschäftsgebiet und werden getrennt nach den verschiedenen Dienstleistungsarten ausgewiesen. Trink- und Abwasserentgelte werden jeweils auf Grundlage von Grund- und Mengenpreisen ermittelt. Für Trinkwasser gilt der verminderte Umsatzsteuersatz von aktuell 7 %.

Der Grundpreis wird zur Bereitstellung und Vorhaltung des öffentlichen Trinkwassersystems und der öffentlichen Abwasseranlagen erhoben.

Der Zusatzpreis ist Bestandteil des Grundpreises. Er dient zur Abdeckung der Spitzenlast bei hoher Inanspruchnahme unserer technischen Systeme.

Der Mengenpreis wird zur Abrechnung des individuellen Trinkwassergebrauches bzw. der tatsächlich eingeleiteten Schmutzwassermenge herangezogen. Abgerechnet werden jeweils ganze Kubikmeter. Die verbrauchte Wassermenge wird durch Messeinrichtungen, die den eichrechtlichen Vorschriften entsprechen, ermittelt.

Der Niederschlagswasserpreis wird für die Kosten der Beseitigung und Ableitung von Niederschlägen über das öffentliche Kanalsystem erhoben. Dabei wird die versiegelte Fläche in Quadratmetern unter Beachtung des Versiegelungsgrades eines Grundstückes als Abrechnungsgrundlage herangezogen.

Muss ich als Kunde Veränderungen, die für die Abrechnung von Bedeutung sind, an die Wasserwerke Zwickau melden?

Ja. Die Anzeige muss innerhalb von 4 Wochen unaufgefordert erfolgen. Der Vertragspartner ist zur unverzüglichen Meldung von Änderungen abrechnungsrelevanter Sachverhalte, die die Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung seines Grundstücks betreffen, verpflichtet.

Dazu zählen neben der Anzahl der Wohneinheiten, beispielsweise ein wesentlich höherer und geringerer Wassergebrauch, der Betrieb einer Eigenwasserversorgungsanlage, neue oder zusätzliche versiegelte Flächen zur Niederschlagswasserableitung, geänderte Eigentumsverhältnisse etc.

Wann erhalte ich meine Abrechnung?

Die Rechnungslegung erfolgt einmal jährlich, wobei als Abrechnungszeitraum das Kalenderjahr zugrunde gelegt wird. Unsere Kunden werden gebeten, zum Stichtag 31.12. eines jeden Jahres den Hauptwasserzähler sowie für uns relevante Privatzähler (z. B. Garten- und Brunnenzähler) abzulesen und uns die Zählerstände online oder mittels Selbstablesekarte bis zum 06.01. des laufenden Jahres zu übermitteln. Vertragspartner erhalten im Februar eines jeden Jahres Ihre Rechnung zugestellt. Diese kann auch im Online-Kundenportal eingesehen werden.

Wann und in welcher Höhe sind Abschläge zu leisten?

Mit der Jahresverbrauchsabrechnung übermitteln wir die Abschlagsbeträge, die im laufenden Kalenderjahr zu zahlen sind. Diese werden jeweils zum 15.03., 15.05., 15.07., 15.09. und 15.11. des aktuellen Jahres fällig. Die Abschlagstermine sind festgeschrieben und können nicht individuell angepasst werden.

Die Höhe der Abschlagszahlungen wird anhand der letzten Jahresgebrauchsmenge bzw. der aktuellen Niederschlagswasserfläche ermittelt.

Kunden mit Daueraufträgen bitten wir, jährlich die aktuelle Abschlagshöhe selbstständig anzupas-sen.

Wie findet Gieß- und Gartenwasser auf der Schmutzwasserrechnung Berücksichtigung, das nicht in die öffentliche Abwasseranlage eingeleitet wurde?

Bei ausschließlich privater Grundstücksnutzung ist das Formular „Antrag auf Absetzung nicht eingeleiteter Abwassermengen Gartenbewässerung – privat“ zu verwenden. Dabei sind die Hinweise auf der Rückseite des Antrages zu beachten. Mit der Installation eines „Gartenwasserzählers“ durch eine im Installateurverzeichnis gelisteten Fachfirma besteht die Möglichkeit, diese Differenzmenge messtechnisch zu erfassen und abrechnungsseitig zu berücksichtigen.

Niederschlagswasser

Was ist Niederschlagswasser?

Wasser, das in Form von Niederschlägen (Regen, Schnee, Hagel etc.) aus dem Bereich von bebauten und befestigten Flächen in die öffentliche Abwasserleitung abfließt, nennt man Niederschlagswasser.

Weshalb wird Niederschlagswasser berechnet?

Als entsorgungspflichtiges Unternehmen sind wir angehalten, anfallende Kosten für die Beseitigung und Behandlung aller Abwässer spartenbezogen und verursachergerecht aufzuteilen. Daher werden unterschiedliche Entgelte für die unterschiedlichen Entsorgungsarten berechnet.

Wie wird Niederschlagswasser berechnet?

Die Berechnung des jährlichen Niederschlagswasserentgeltes erfolgt durch Multiplikation der anrechenbaren Bemessungsfläche mit dem spezifischen Preis je m². Maßgeblich für die Bestimmung der anrechenbaren Bemessungsfläche ist Beschaffenheit, die Materialdurchlässigkeit der versiegelten bzw. teilversiegelten Flächen.

Für künstlich befestigte Flächen unterscheiden wir drei Versiegelungsgrade:

Undurchlässige Flächen (z. B. Asphalt, Beton, Dachflächen ohne Begründung) werden mit dem Faktor 1,0 berechnet.

Teildurchlässige Flächen (z. B. Pflasterstein- und Plattensteinbeläge mit Rasenfugen, kies- oder splittgefüllten Fugen, Dachflächen mit extensiver Begrünung) werden mit einem Faktor von 0,5 multipliziert.

Stark durchlässige Flächen (z. B. Rasengittersteine, Kies- und Splittdecken, Rasen und Schotterrasen) werden nicht berechnet.

Unter Niederschlagswasser erhalten Sie weitere Informationen.

Was muss ich unternehmen, wenn sich Flächen geändert haben?

Bitte nutzen Sie unser Formular „Selbstauskunft Niederschlagswasser”. Anzugeben sind nur die Flächen in vollen Quadratmetern, die Niederschlagswasser in öffentliche Kanäle direkt oder indirekt ableiten. Sollten Sie sich unsicher bei den Flächenangaben sein, kontaktieren Sie unsere Kundenbetreuung unter 0375 533-440.

Unter Niederschlagswasser erhalten Sie weitere Informationen.

Besteht eine Pflicht, Flächenänderungen zu melden?

Ja. Der Grundstückseigentümer als Vertragspartner ist grundsätzlich durch eine schriftliche Selbstauskunft, siehe Formular „Selbstauskunft Niederschlagswasser” verpflichtet, uns berechnungswirksame Änderungen der Bemessungsflächen zeitnah mitzuteilen. Dies gilt auch für die erstmalige Einleitung nach Neuanschluss an das öffentliche Abwassersystem. Die Anzeige sollte spätestens 4 Wochen nach Eintritt der vorgenommenen Änderungen erfolgen.

Kleinkläranlagen/Sammelgruben

Warum müssen vollbiologische Kleinkläranlagen gewartet werden?

Kleinkläranlagen müssen in regelmäßigen Abständen gewartet werden, um eine dauerhafte und einwandfreie Funktionalität und einen hohen Wirkungsgrad der Reinigung des häuslichen Schmutzwassers zu gewährleisten. Die Wartung muss zwingend durch einen autorisierten Fachbetrieb ausgeführt werden. Dieser überwacht festgelegte chemische Parameter und kann bei auftretenden Problemen im Betrieb der Anlage entsprechend gegensteuern.

Wie oft müssen Kleinkläranlagen gewartet werden?

Die Wartungsintervalle von Kleinkläranlagen sind vom Anlagentyp und Hersteller abhängig. In der Regel sind zwei Wartungen pro Jahr vorgeschrieben. Das Fachunternehmen, welches mit der Prüfung der Kleinkläranlage beauftragt wurde, ist zur Erstellung eines Wartungsprotokolls verpflichtet. In diesem werden die aufgenommenen Parameter schriftlich festgehalten.

Welche sonstigen Pflichten haben Anlagenbetreiber?

Neben der Pflicht die vom Hersteller der Anlage vorgegebenen Wartungsintervalle regelmäßig einzuhalten, ist der Grundstückseigentümer als Anlagenbetreiber zur regelmäßigen Eigenkontrolle durch Sichtung verpflichtet. Diese vom Anlagenbetreiber durchgeführten Kontrollen müssen im Betriebsbuch der Anlage fortlaufend dokumentiert werden.

Zudem ist jeder Anlagenbetreiber zur unverzüglichen Übermittlung der Wartungsprotokolle verpflichtet. Nähere Informationen finden Sie auch auf den Seiten des Regional-Wasser/Abwasser-Zweckverbandes Zwickau/Werdau.

Wie beantrage ich eine Entleerung meiner Kleinkläranlage oder Sammelgrube?

Eine ordnungsgemäße Entleerung der Grundstücksentwässerungsanlage (Kleinkläranlage oder Sammelgrube) ist selbstständig und rechtzeitig durch den Anlagenbetreiber bei uns zu beauftragen. Im Regelfall schreibt das Wartungsunternehmen bei vollbiologischen Kleinkläranlagen die Entleerung vor.

Für die telefonische Beauftragung kontaktieren Sie uns unter 0375 533-313, -315 oder -316. Sie können uns auch eine E-Mail an entleerungsauftrag@ wasserwerke-zwickau.de senden, um einen Termin für die Entleerung zu vereinbaren.


24-Stunden-Entstörungsdienst
0375 533-533

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